Tage der Offenen Tür Kasseler Verlage

Jetzt ist Zeit zum Stöbern!  Tage der offenen Tür mit Verkaufsausstellung am 26. und 27. Juni 2020

Die Kasseler Musikverlage Furore, Merseburger & PAN und der euregioverlag mit anspruchsvoller Regionalliteratur öffnen ihre Lager- und Veranstaltungshalle und laden zum Stöbern, Ausprobieren, Gesprächen und kleinen Konzerten ein

Kurzinfo:
Was:
Tage der offenen Tür mit Verkaufsausstellung
Wer: Kasseler Verlage Furore, Merseburger, PAN und euregioverlag
Wann: Freitag, 26. Juni und Samstag, 27. Juni 2020, jeweils 11:00 bis 18:00 Uhr

Wo: Lagerhalle der Verlage, Philippistraße 17, 34127 Kassel (Rothenditmold)
Eintritt frei

[Kassel, den 2. Juni 2020] Am 26. und 27. Juni 2020 öffnen die Verlage Furore, Merseburger, Pan und euregio im Rahmen der Tage der Offenen Tür ihre großzügige Lager- und Veranstaltungshalle in der Philippistraße in Kassel-Rothenditmold. In der Zeit von 11 bis 18 Uhr können Interessierte in aller Ruhe das vielfältige Angebot der Verlagsprogramme kennenlernen.

 Über 5.000 Artikel werden angeboten: Noten, Bücher, CDs und Postkarten zum Stöbern und Kaufen. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei. Die große Lager- und Veranstaltungshalle bietet viel Platz, um den Mindestabstand zu wahren. Ein Corona-Schutz- und Hygienekonzept liegt vor. Es gibt sehr gute Parkmöglichkeiten direkt vor Ort und gute Busanbindungen.

Romance à Joséphine: Frauenlieder in der Zeit Maria Szymanowskas

Zum 230. Geburtstag von Maria Szymanowska am 14. Dezember 2019 erscheint eine neue CD mit einer breiten Vielfalt von Liedern der Romantik, eingespielt von der in Paris lebenden Mezzosopranistin Elisabeth Zapolska und dem niederländischen Pianisten Bart van Oort.

Sie enthält Lieder von Maria Szymanowska, die nie zuvor aufgenommen wurden. Des weiteren sind Werke von Fanny Hensel, Annette von Droste-Hülshoff, Louise Reichardt, Kazimiera Wołowska, La Reine Hortense, Sophie Gail, Maria Theresia von Paradis, Hélène de Montgeroult sowie Giovanni Battista Perucchini, Michal Kleofas Oginski und Franz Schubert zu hören.

Fanny Hensel in Gedenken

Am 14. Mai 1847 starb Fanny Hensel geb. Mendelssohn an den Folgen eines Schlaganfalls

Der Kasseler Furore Verlag erinnert an die große Komponistin, deren umfangreiches Werk viel zu lange unveröffentlicht blieb – ein Schicksal, das Fanny Hensel bis heute mit vielen Komponistinnen teilt

„Da hilft nur: aufführen, drucken, spielen!“

(Kassel, Furore Verlag) „Ach, wer hier leben könnte und dürfte!“ Mit diesem Satz während ihres Rom-Aufenthaltes (1839/40) umspannt Fanny Hensel gefühlsmäßig und gedanklich weit mehr als die weitverbreitete Italiensehnsucht, die sie mit Künstlern ihrer Zeit teilt. Für die musikalisch hochbegabte Schwester von Felix Mendelssohn-Bartholdy bedeutet Italien nicht nur Bildungsreise und künstlerische Inspiration, sondern es ist eine wahre „Emanzipationsreise“, wie die Musikwissenschaftlerin Susanne Wasnitzka in einem großartigen Filmporträt betont, das jetzt kostenfrei im Internet zur Verfügung steht.

 Nur sieben Jahre später ist Fanny Hensel tot. Mit 42 Jahren verstarb sie am 14. Mai 1847 überraschend an den Folgen eines Schlaganfalls. Sie leitete gerade die Probe zu einer ihrer Sonntagsmusiken. Der Furore Verlag widmete sich seit 1986 als erster Verlag dem umfangreichen Werk von Fanny Hensel, darunter die Edition des großen und vielfach rezipierten Klavierzyklus „Das Jahr”. Neben einer 1989 erstmals erschienenen Spielpartitur und einer CD bereichert das wertvolle Faksimile dieses Werkes, das erst 1997 (!) in die Öffentlichkeit gelangte, das Verlagsprogramm. Bislang sind mehr als 200 Werke von Fanny Hensel größtenteils als Erstveröffentlichungen bei Furore publiziert: Klavier- und Kammermusik, Vokalmusik und große Chor- und Orchesterwerke.

Florentine Mulsant erhielt den großen Preis der SACEM für zeitgenössische Musik

Die Sacem, die französische GEMA, übergab Anfang Dezember den Grand Prix (Grand Prix de la musique classique contemporaine) den Gewinner*innen im Salle Pleyel in Paris. Erstmalig bekam eine Komponistin den großen Preis für klassische zeitgenössische Musik für ihr Lebenswerk: Florentine Mulsant.

Die Jury sagte über Florentine Mulsant: „Komplexität gemischt mit Finesse ist eins der wichtigen Kennzeichen ihrer Kompositionen. Florentine Mulsant wird sowohl von den Lehrern, die sie ausgebildet haben, als auch von ihren SchülerInnen und den Aufführenden Ihrer Werke auf der ganzen Welt geschätzt. Die Komponistin schafft es, jedem ihrer Werke einen lebhaften Ausdruck zu verleihen, der dennoch sanft und zart wirkt.“ Wie Mulsant in einem Interview im Jahr 2005 verriet, entwickelte sich ihre Leidenschaft für die klassische Musik dank eines glücklichen Zufalls: „Für meine Schwester war ein Klavier gekauft worden, doch als es ankam, war mir sofort klar, dass es für mich bestimmt war. Ich war zehn Jahre alt und von da an war das Klavier mein Begleiter für jeden Moment.“

In eigener Sache: The music must go on

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Webshop des Furore Verlags: Musik von Komponistinnen

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Orchestermusik von Komponistinnen: Mehr als 100 Orchesterwerke

Seit Jahrhunderten komponieren Frauen große Werke, doch erscheinen diese nur sehr selten auf den Konzertprogrammen. Das gilt es zu ändern. Ein Schritt dafür sind komplette Aufführungsmaterialien. Davon ist mittlerweile im Furore Verlag breite Vielfalt lieferbar, die überall aufgeführt werden kann: Werke aus Barock und Klassik über die Romantik bis hin zum 20. und 21. Jahrhundert.

Der Furore Verlag präsentiert nun einen neuen Katalog mit mehr als 100 Orchesterwerken von Komponistinnen aus der ganzen Welt.

Lieferbar sind große sinfonische Werke wie die 5. Sinfonie von Emilie Mayer (1812–1883), einer der bemerkenswertesten deutschen Komponistinnen des 19. Jahrhunderts. Des weiteren Kantaten und Messen bspw. die Quarta Messa der Mozart-Zeitgenossin Marianna Martines und Hiob von Fanny Hensel. Darüber hinaus Werke für Streichorchester wie das soeben Latin-Grammy prämierte Luces y Sombras (Licht und Schatten) der argentinischen Komponistin Claudia Montero.
Es gibt eine Vielzahl an Orchesterwerken, deren Entdeckung sich lohnt. Die Musik ist da. Nun ist es an der Zeit, dass sie überall zum Klingen gebracht wird.

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