Große Jubilarin im kommenden Jahr: 160 Jahre Mel Bonis

Im kommenden Jahr feiern wir den 160. Geburtstag der spätromantischen französischen Komponistin Mel Bonis. Ihre Kompositionen klingen großartig und sind handwerklich meisterhaft.
Mel Bonis (1858-1937) ist ein Beispiel dafür, dass man auch heute überraschende Entdeckungen machen kann. Über ihr kammermusikalisches Werk Soir Matin schrieb die Kritik:

"Musik, wie Richard Strauss sie geschrieben hätte, wäre er Debussy gewesen. Selbst wenn Mel Bonis nur dieses eine Werk geschrieben haben sollte, reiht sie sich damit in die Schar der großen Meister der vorvergangenen Jahrhundertwende ein."

Viele Werke der großartigen Komponistin sind im Furore Verlag erschienen.

Spannende Neuentdeckung: Die Erstveröffentlichung des Streichquartetts e-Moll von Hans Chemin-Petit

Das Bentz-Quartett, eines von wenigen reinen Frauenensembles der Zeit, spielte am 6. November 1925 in Göttingen im Studentenheim am Wilhelmsplatz die Uraufführung von Hans Chemin-Petits Streichquartett e-Moll. Jetzt wurde das Werk erstmalig veröffentlicht.
 
Die dreisätzige Komposition bietet allen Quartettmitgliedern gleich hohe Anteile an der musikalischen Gestaltung. Im ersten Satz dominiert das Zwiegespräch zwischen den Violinen und Viola/Violoncello. Satz II, Tema con variationi, bietet ein bewegtes Miteinander, bei dem die musizierenden Paare durchgewechselt werden. Die Komposition mündet in einen bewegenden Schlussteil, die „Elegie für einen Freund“.

Die Musik ist weiblich: Erfolgreicher Peredur-Wettbewerb 2017

Am 24. November fand der gemeinsam vom Förderverein Stiftung PEREDUR e.V., dem Furore Verlag und der Musikakademie Kassel veranstaltete Peredur-Wettbewerb statt. In diesem Jahr waren Duobesetzungen gefragt. Die teilnehmenden Studierenden stellten sich am Wettbewerbstag in zwei Runden, einer nichtöffentlichen am Vormittag und dem öffentlichen Finale am Abend, dem Urteil einer Jury. Aber auch die Urteilskraft des Publikums war gefragt, denn neben den drei Jurypreisen wurde nach dem Finale ein Publikumspreis vergeben. Für die teilnehmenden Ensembles galt wieder die Verpflichtung, zwei Werke von Komponistinnen vorzutragen.

Die PreisträgerInnen des diesjährigen Wettbewerbs sind

1. Preis: Noémie Klages (Violoncello) und Rihua Jin (Klavier) unter anderem mit einem Werk von Florentine Mulsant: Sonate pour Violoncello et Piano, op. 25, 2. Satz Vif.

2. Preis: Sebastian Kuhn (Violoncello) und Samuel Cho (Klavier) unter anderem mit einem Werk von Louisa Adolpha Le Beau: Sonate für Violoncello und Klavier, op. 17 D-Dur, 2. Satz Andante Tranquillo.

3. Preis: Yana Krasutskaja (Violine) und Timote Dabrundashvili (Klavier) unter anderem mit einem Werk von Lera Auerbach: Sonate Nr. 3 für Violine und Klavier, Allegro marcato.

Publikumspreis: Fangyuan Liu (Querflöte) und Matija Ruk (Gitarre) unter anderem mit einem Werk von Claudia Montero: Suite de los Buenos Aires für Querflöte und Gitarre, 2. Satz Intermedio melancólico.

Gratulation an alle PreisträgerInnen!

Grandiose Uraufführungen der Siegerstücke für Blechbläserquintett

Sternstunde des „Aufbruchs“

Die drei preisgekrönten Werke des Wettbewerbs „Aufbruch für zwei Trompeten, Horn, Posaune und Tuba“ erlebten Ende August in Kassel eine grandiose Uraufführung. Das Blechbläserquintett des Heeresmusikkorps Kassel unter Leitung von Oberstabsfeld­webel Reinhard Meissner spielte die drei Siegerstücke vor einem begeisterten Publikum in der vollbesetzten Kasseler Elisabethkirche. Dr. Eva Schulz-Jander vom Kasseler Kulturforum als Veranstalter wünschte in ihrer Eingangsrede den Werken „viel Erfolg, mögen sie oft, oft zu Gehör gebracht werden“.

Urkundenübergabe

Die Preisträgerinnen Tina Ternes (D): 1. Preis für „Aufbruch“, Caroline Charrière (CH): 2. Preis für „Awakening“ und Aude Clesse (F): 3. Preis für „Bric à brac“ waren zum Konzert nach Kassel gekommen. Die Urkundenübergabe an sie übernahmen die Veranstalter des Wettbewerbs, Renate Matthei vom Furore Verlag und Hauptmann Jürgen Albrecht vom Zentrum Militärmusik der Bundeswehr. Die mit Preisen zwischen 500,00 und 2.000,00 € dotierten prämierten Werke werden im Kasseler Furore Verlag verlegt.

Musikalische Dialoge zum Reformationsjubiläum

Dialoge 2017

Am 18. und 19. November finden in Dortmund und Siegen Konzerte mit Werken von Karin Haußmann und Martin Herchenröder statt. Gespielt werden Auftragskompositionen der Ev. Kirche in Westfalen in der Reihe »Dialoge 2017«. "Gottes Schweigen (Aus tiefer Not)" von Martin Herchenröder erlebt dabei am Sonntag seine Uraufführung in der Siegener Nikolaikirche.

500 Jahre nach der Reformation wird Martin Luthers Erbe in der Evangelischen Kirche von Westfalen auch musikalisch fortgeschrieben: mit der Reihe »Dialoge 2017«. Sechs Auftragskompositionen sind dazu entstanden, die ein Zwiegespräch zu ausgewählten Bach-Kantaten eröffnen – »inspiriert von Text, Form oder auch durch freie Assoziationen«, so Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Hirtzbruch, der das Konzept entwickelt hat. Im Rahmen eines Konzertes oder Gottesdienstes kommen die neuen Werke zusammen mit der jeweiligen Bach-Kantate zur Aufführung. Als Text für die Neukompositionen waren Bibeltexte, geistliche Lyrik oder auch andere poetische Werke möglich. Wichtig war, dass der Chorpart von Laienchören zu realisieren ist.

Neu: Liszt-Jahrbuch herausgegeben von Christiane Wiesenfeldt

Liszt-Jahrbuch Band 2 (Jg. 2017/18): Liszt und die Vokalmusik

Neu im Merseburger Verlag: Das Liszt-Jahrbuch setzt sich zum Ziel, die Liszt-Forschung in dieser speziellen Studienreihe themengebunden neu zu beleben. Angesprochen werden für die jeweiligen Themenbände renommierte wie junge Autoren. Die Beiträge erscheinen auf deutsch und englisch. Das Jahrbuch versteht sich als Forum und internationale Diskussionsplattform aktueller musikwissenschaftlicher Forschungen rund um Franz Liszt.

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