Florentine Mulsant erhält den großen Preis der SACEM für zeitgenössische Musik

Florentine Mulsant erhält den großen Preis der SACEM für zeitgenössische Musik

(Grand Prix de la musique classique contemporaine)

Seit Montag stehen die Gewinner*innen fest: Die Sacem, die französische GEMA, hat die Gewinner*innen des Grand Prix bekannt gegeben. Dieser wird am Montag, den 2. Dezember 2019 im Salle Pleyel in Paris übergeben. In diesem Jahr bekommt erstmalig eine Komponistin den großen Preis für klassische zeitgenössische Musik für ihr Lebenswerk: Florentine Mulsant.

            Die Jury sagt über Florentine Mulsant: „Komplexität gemischt mit Finesse ist eins der wichtigen Kennzeichen ihrer Kompositionen. Florentine Mulsant wird sowohl von den Lehrern, die sie ausgebildet haben, als auch von ihren SchülerInnen und den Aufführenden Ihrer Werke auf der ganzen Welt geschätzt. Die Komponistin schafft es, jedem ihrer Werke einen lebhaften Ausdruck zu verleihen, der dennoch sanft und zart wirkt.“ Wie Mulsant in einem Interview im Jahr 2005 verriet, entwickelte sich ihre Leidenschaft für die klassische Musik dank eines glücklichen Zufalls: "Für meine Schwester war ein Klavier gekauft worden, doch als es ankam, war mir sofort klar, dass es für mich bestimmt war. Ich war zehn Jahre alt und von da an war das Klavier mein Begleiter für jeden Moment.“

Renate Matthei ist Preisträgerin der Stiftung "Aufmüpfige Frauen"

Die Verlegerin Renate Matthei hat am Freitag, den 12. Oktober 2018 in einer feierlichen Preisverleihung in der  Bürgerinnenhalle des Rathauses der Stadt Dortmund den Preis der „Stiftung Aufmüpfige Frauen“ erhalten. Die Stiftung zeichnet Renate Matthei aus, weil sie die tradierte Vorstellung, dass Frauen nicht komponieren können, gründlich vom Tisch gefegt hat.

Renate Matthei, Verlegerin, einzigartige Förderin von Komponistinnen, hatte den Mut, bereits 1986 den Furore Verlag exklusiv für Werke von Komponistinnen zu gründen. Mehr als 2.000 Werke von über 170 musikschaffenden Frauen aus Europa, Amerika, Asien und Australien sind mittlerweile bei Furore verlegt. Sie ist darüber hinaus gesellschafts- und kulturpolitisch für Frauen, insbesondere für Musikerinnen und Künstlerinnen, engagiert.

Orchestermusik von Komponistinnen: Mehr als 100 Orchesterwerke

Seit Jahrhunderten komponieren Frauen große Werke, doch erscheinen diese nur sehr selten auf den Konzertprogrammen. Das gilt es zu ändern. Ein Schritt dafür sind komplette Aufführungsmaterialien. Davon ist mittlerweile im Furore Verlag breite Vielfalt lieferbar, die überall aufgeführt werden kann: Werke aus Barock und Klassik über die Romantik bis hin zum 20. und 21. Jahrhundert.

Der Furore Verlag präsentiert nun einen neuen Katalog mit mehr als 100 Orchesterwerken von Komponistinnen aus der ganzen Welt.


Lieferbar sind große sinfonische Werke wie die 5. Sinfonie von Emilie Mayer (1812–1883), einer der bemerkenswertesten deutschen Komponistinnen des 19. Jahrhunderts. Des weiteren Kantaten und Messen bspw. die Quarta Messa der Mozart-Zeitgenossin Marianna Martines und Hiob von Fanny Hensel. Darüber hinaus Werke für Streichorchester wie das soeben Latin-Grammy prämierte Luces y Sombras (Licht und Schatten) der argentinischen Komponistin Claudia Montero.
Es gibt eine Vielzahl an Orchesterwerken, deren Entdeckung sich lohnt. Die Musik ist da. Nun ist es an der Zeit, dass sie überall zum Klingen gebracht wird.

Luise Greger in Hofgeismar - Ein Komponistinnenschicksal

Am 4. Mai 2018 findet um 19:00 Uhr im Stadtmuseum Hofgeismar eine Spurensuche statt. Mit Vorträgen über und Musik von der Kasseler Komponistin Luise Greger. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft der Hessischen Ministerin der Justiz Eva Kühne-Hörmann.

Luise Gregers (1862–1944) Herz schlug für die Musik. Sie komponierte über 150 Lieder, von denen die meisten bereits zu ihren Lebzeiten gedruckt veröffentlicht wurden; auch in zweiter oder dritter Auflage. Vieles davon ist verschollen. Sicherlich hat die Komponistin ihre Noten neben wenigen persönlichen Gegenständen beim Umzug nach Hofgeismar mitgenommen. Es ist von großem Interesse, den Verbleib dieser Noten zu erforschen. Nicht selten finden sich Schätze auf Dachböden und in Nachlässen. Letzte ZeitzeugInnen oder Nachfahren sollen mit dieser Veranstaltung dazu zu motiviert werden, alte Noten durchzuschauen und mögliche Funde für die weitere Luise Greger-Forschung zur Verfügung zu stellen.

Nikolauskonzert mit europäischen Advents- und Weihnachtsliedern

Ganz im Zeichen Europas steht das Nikolauskonzert des Kasseler Kulturforums. Nicht verpassen: Am 6. Dezember 2019 um 19:00 Uhr europäische Advents- und Weihnachtslieder

Sopran: Claudia Mahner, Text: Kerstin Leitschuh, Orgel und Klavier: Martin Forciniti
Nikolauskonzert des Kurhessischen Diakonissenhauses Kassel in Kooperation mit dem Kasseler Kulturforum e. V. statt. Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Musik für Orgel und Holzbläserquartett

Am Karfreitag (30.03.) wurde im ARD-Gottesdienst der Choral "Nun gehören unsre Herzen" (EM 2195) von Richard Lörcher in einer Fassung für Holzbläserquartett und Orgel von Matthias Drude uraufgeführt. Das Holzbläserquartett in der Choralbearbeitung "Nun gehören unsre Herzen" kann auch durch ein Streichquartett ersetzt, die Orgelpedalstimme durch einen Kontrabass verstärkt werden. Die Musik bietet sich z. B. für Gottesdienste an, bei denen aufgrund einer Kantatenaufführung ein Kammerorchester mitwirkt.

 

 

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