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Auf der ganzen Welt schallt es von Balkonen und aus offenen Fenstern, Menschen singen, flöten, musizieren, Künstler*innen lassen ihre Musik per Livestream im Netz erklingen, Klassiker, Rock- und Popmusiker melden sich per Twitter und Instagram zu Wort – pardon zu Ton.

Florentine Mulsant erhielt den großen Preis der SACEM für zeitgenössische Musik

Die Sacem, die französische GEMA, übergab Anfang Dezember den Grand Prix (Grand Prix de la musique classique contemporaine) den Gewinner*innen im Salle Pleyel in Paris. Erstmalig bekam eine Komponistin den großen Preis für klassische zeitgenössische Musik für ihr Lebenswerk: Florentine Mulsant.

Die Jury sagte über Florentine Mulsant: „Komplexität gemischt mit Finesse ist eins der wichtigen Kennzeichen ihrer Kompositionen. Florentine Mulsant wird sowohl von den Lehrern, die sie ausgebildet haben, als auch von ihren SchülerInnen und den Aufführenden Ihrer Werke auf der ganzen Welt geschätzt. Die Komponistin schafft es, jedem ihrer Werke einen lebhaften Ausdruck zu verleihen, der dennoch sanft und zart wirkt.“ Wie Mulsant in einem Interview im Jahr 2005 verriet, entwickelte sich ihre Leidenschaft für die klassische Musik dank eines glücklichen Zufalls: „Für meine Schwester war ein Klavier gekauft worden, doch als es ankam, war mir sofort klar, dass es für mich bestimmt war. Ich war zehn Jahre alt und von da an war das Klavier mein Begleiter für jeden Moment.“

Wird nachgeholt :-) Hier spielt die Musik! Tage der Offenen Tür der Kasseler Verlage Furore, Merseburger & PAN und des euregioverlags

Am 3. und 4. April finden zum zweiten Mal Tage der offenen Tür bei den Verlagen Furore, Merseburger, Pan und euregio statt. In der Lagerhalle der Verlage in der Philippistraße in Kassel-Rothenditmold können Interessierte von 11 bis 18 Uhr die breite Vielfalt der Verlagsprogramme von mehr als 5.000 Noteneditionen für alle Instrumente anspielen und erwerben.

Darüber hinaus werden Bücher aus und über die Region und CDs präsentiert. Das Rahmenprogramm lockt mit kleinen Konzerten mit Musik aus den Verlagen und einer Tombola.

Orchestermusik von Komponistinnen: Mehr als 100 Orchesterwerke

Seit Jahrhunderten komponieren Frauen große Werke, doch erscheinen diese nur sehr selten auf den Konzertprogrammen. Das gilt es zu ändern. Ein Schritt dafür sind komplette Aufführungsmaterialien. Davon ist mittlerweile im Furore Verlag breite Vielfalt lieferbar, die überall aufgeführt werden kann: Werke aus Barock und Klassik über die Romantik bis hin zum 20. und 21. Jahrhundert.

Der Furore Verlag präsentiert nun einen neuen Katalog mit mehr als 100 Orchesterwerken von Komponistinnen aus der ganzen Welt.

Lieferbar sind große sinfonische Werke wie die 5. Sinfonie von Emilie Mayer (1812–1883), einer der bemerkenswertesten deutschen Komponistinnen des 19. Jahrhunderts. Des weiteren Kantaten und Messen bspw. die Quarta Messa der Mozart-Zeitgenossin Marianna Martines und Hiob von Fanny Hensel. Darüber hinaus Werke für Streichorchester wie das soeben Latin-Grammy prämierte Luces y Sombras (Licht und Schatten) der argentinischen Komponistin Claudia Montero.
Es gibt eine Vielzahl an Orchesterwerken, deren Entdeckung sich lohnt. Die Musik ist da. Nun ist es an der Zeit, dass sie überall zum Klingen gebracht wird.

Romance à Joséphine: Frauenlieder in der Zeit Maria Szymanowskas

Zum 230. Geburtstag von Maria Szymanowska am 14. Dezember 2019 erscheint eine neue CD mit einer breiten Vielfalt von Liedern der Romantik, eingespielt von der in Paris lebenden Mezzosopranistin Elisabeth Zapolska und dem niederländischen Pianisten Bart van Oort.

Sie enthält Lieder von Maria Szymanowska, die nie zuvor aufgenommen wurden. Des weiteren sind Werke von Fanny Hensel, Annette von Droste-Hülshoff, Louise Reichardt, Kazimiera Wołowska, La Reine Hortense, Sophie Gail, Maria Theresia von Paradis, Hélène de Montgeroult sowie Giovanni Battista Perucchini, Michal Kleofas Oginski und Franz Schubert zu hören.

Renate Matthei ist Preisträgerin der Stiftung "Aufmüpfige Frauen"

Der Verlegerin Renate Matthei wurde der Preis der „Stiftung Aufmüpfige Frauen“ verliehen. Die Stiftung zeichnete Renate Matthei aus, weil sie die tradierte Vorstellung, dass Frauen nicht komponieren können, gründlich vom Tisch gefegt hat.

Renate Matthei, Verlegerin, einzigartige Förderin von Komponistinnen, hatte den Mut, bereits 1986 den Furore Verlag exklusiv für Werke von Komponistinnen zu gründen. Mehr als 2.000 Werke von über 170 musikschaffenden Frauen aus Europa, Amerika, Asien und Australien sind mittlerweile bei Furore verlegt. Sie ist darüber hinaus gesellschafts- und kulturpolitisch für Frauen, insbesondere für Musikerinnen und Künstlerinnen, engagiert.

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